Geschichte

Die Firma Julius Böhm GmbH, Innendekoration und Raumausstattung, wurde im Januar 1919, also wenige Wochen nach Ende des ersten Weltkrieges, von Julius Böhm, dem Namensgeber und Großvater der heutigen Inhaberin, Ursula Böhm, gegründet. Konkurrenz auf der „Grünen Wiese“ war zu dieser Zeit gänzlich unbekannt, nur das Handwerk und die Qualität der Ware zählte. Wenige Jahre später kaufte Julius Böhm in der Salinenstraße 12 ein älteres Haus mit Remise, das er zu einem sehr bescheidenen Geschäftshaus mit Schaufenstern umbaute. An dieser Stelle ist heute immer noch bzw. wieder der Firmensitz. Mit seiner Frau Elisabeth geb. Spuhler und seinem Sohn Erich, geboren 1920, legte er den Grundstein für die Bekanntheit und Angesehenheit des Hauses Böhm bis zum heutigen Tage.

Julius Böhm verstarb noch während des 2. Weltkrieges viel zu früh im Alter von noch nicht einmal 60 Jahren. Zu dieser Zeit war sein Sohn Erich im Krieg und konnte so seine verwitwete Mutter nicht unterstützen – sie musste sich allein durch die wirren Kriegstage schlagen.

Erich Böhm kam 1945 bei Kriegsende nach Bad Kreuznach zurück und fand sein Eltern – und Geschäftshaus stark zerstört vor. Zusammen mit seiner jungen Frau Renzi geb. Russ ging er an die Aufbauarbeit: das Haus wurde wiederaufgebaut, nach der Währungsreform wurde Ware gekauft und gleich wieder verkauft, die Leute hatten Geld, und brauchen konnte jeder alles! Ein Opel P 4 als Geschäftsfahrzeug wurde angeschafft, ihm sollten noch etliche Lieferwagen folgen, zu Spitzenzeiten waren 5 solcher Fahrzeuge für Böhm im Einsatz.

Es waren diese deutschen Wirtschaftswunderjahre, die endgültig den guten Ruf des Hauses Böhm und die Bekanntheit als erstes Haus am Platz begründeten, den die Firma Böhm bis heute innehat. Als Krönung seiner beruflichen Laufbahn konnte Erich Böhm, der als Oberschützenmeister der hiesigen Schützengesellschaft viele Jahre vorstand, einen großen Teppichboden-Auftrag für das Olympia-Zentrum in München anlässlich der Olympischen Spiele 1972 an Land ziehen. Damit waren für viele Jahre 16 Arbeitsplätze, darunter 3 Ausbildungs-Plätze, gesichert.

Auch Erich Böhm verstarb nach langer, schwerer Krankheit viel zu früh im August 1988 im Alter von 68 Jahren. Jetzt waren die Töchter Ursula und Gloria gefordert, der Mutter, die über die Jahre hinweg das Geschäft perfekt geführt hatte und viele tausend Kunden kompetent und geschmackvoll beraten hatte, unter die Arme zu greifen Ein weiterer Schicksalsschlag traf die Firma im August 1994, als nachts – bedingt durch einen elektrischen Defekt- das Geschäftshaus bis auf die Grundmauern niederbrannte. Nicht einmal ein Bleistift blieb von den Flammen verschont, alles war verbrannt. Durch eine glückliche Fügung gelang es, in nur 10 Tagen in unmittelbarer Nähe des ausgebrannten Geschäftshauses am Neuruppiner Platz ein „Provisorium“ zu eröffnen, das großen Zuspruch bei der Kundschaft fand.

Es dauert aber doch ganze zweieinhalb Jahre, bis am 6. Dezember 1996 das nagelneue Geschäftshaus wiedereröffnet wurde. Auf nunmehr 3 Etagen und insgesamt 300 qm Verkaufsfläche finden die Kunden nun alles um das Thema Raumausstattung und Inneneinrichtung. Kauffrau Ursula Böhm und die Innenarchitektin Gloria Mathern sind bis zum heutigen Tage das Rückgrat des nunmehr 100 Jahre alten Hauses Böhm. Sprichwörtliche „Böhm-Qualität“ und eine geschmackvolle Auswahl an Stoffen, Teppichböden, Rollos, Jalousien und Markisen, Tischwäsche und Geschenkartikeln.

Nach wie vor werden die Kunden vor Ort in ihren eigenen vier Wänden kostenlos beraten und ein Raumausstatter-Meister  sorgt für eine perfekte und sorgfältige Montage.